Jura Soyfer Revue

16. und 17.02.


Jura Soyfer starb kurz nach seinem 26. Geburtstag im Februar 1939 im KZ Buchenwald an Typhus. Mit seinen Vorstellungen und Träumen von sozialer Gerechtigkeit und Freiheit hatte er sich sowohl den österreichischen Ständestaat als auch den Nationalsozialismus zu erbitterten Feinden gemacht.

Theater war für Soyfer nicht reine Unterhaltung, sondern mit den eingängigen Stilmitteln der Satire, des Kabaretts und Volksstücks kritisierte er die menschenverachtende Wirtschaftspolitik, die Arbeitslosigkeit und Kriegstreiberei der 1930er Jahre. Er wollte die Menschen wachrütteln, an sie appellieren, dass Widerstand und Veränderung möglich sind.

Die Collage von Teatro Caprile aus „Der Weltuntergang“, „Der Lechner Edi schaut ins Paradies“, „Vineta“, „Broadway Melodie 1492“, der „Geschichtsstunde im Jahre 2035“ sowie „Briefzitaten“ ist auch eine Liebeserklärung an das Leben und die Erde.
Das Bestreben der Planeten, die Erde von dem Ungeziefer Mensch zu befreien, um die Harmonie im Kosmos wieder herzustellen, bleibt vorerst unerfüllt...

Mit Katharina Grabher, Sandra Högl, Andreas Kosek, Andrea Nitsche, David Czifer, Manfred Stadlmann
Dramaturgie & Regie: Andreas Kosek