Unsterblicher Witz

13. September 2012


Roland Knie liest Karl Kraus


1946, zehn Jahre nach seinem Tod, wurde in Wien, seiner mit innigem Hass geliebten Lebensstadt, eine "Karl-Kraus-Gesellschaft" gegründet. Aus der damals geplanten großen Werkausgabe wurde allerdings nichts, auch, weil der gerade wieder arg zerrupfte und verwirrte Zeitgeist mit diesem riesenhaft überragenden Moralisten nichts anfangen konnte - und schon gar nicht wollte. Erst 1961, zum 25. Todestag, kam eine erste Auswahl mit dem Titel "Unsterblicher Witz" heraus. Und seit damals ist Karl Kraus langsam in die Unsterblichkeit zurückgekehrt.


Roland Knie, Schauspieler und Autor, Moderator und Sendungsgestalter in Ö1, liest aus Gedichten und Glossen, Polemiken und großen Satiren des Sprachmeisters, die seinen Geist und seinen Witz tatsächlich unsterblich gemacht haben - und, zum Drüberstreuen, auch ausgewählte Szenen aus den „Letzten Tagen der Menschheit".